Loblied auf die Unkräuter

Sonntag

27. Februar 2011

 

In jedem Garten, auf jeder Gstetten wachsen ab März wahre Wunderwerke an Pflanzenkraft.

Die grüne Neune

Giersch, Gundelrebe, Brennessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Schafgarbe, Kresse, Scharbockskraut und verschiedene Kressearten

Sie sollten jetzt besser in einer Suppe landen als radikal gejätet zu werden. Gut machen sich die Kräuter auch als Salate, Aufläufe oder als Laibchen.

Vergessen wir exotische Diäten oder ” die ” Wunderpille der Saison, wenn uns

  • die Frühjahrsmüdigkeit quält
  • Gelenke schmerzen
  • die Lieblingsjeans zwickt
  • Wasseransammlungen müde Beine machen.

Entgiftung, Entwässerung und Entschlackung dafür garantieren Pflanzen, die überall wachsen, wo es Menschen gibt.

Leber, Gallenblase, Milz und Nieren werden angeregt.

Zusätzlich versorgen uns die Kräuter mit Mineralstoffen, Vitaminen, Chlorophyll und Phytohormonen.

Die Brennessel

 – nach alter Tradition eine Pflanze des Planeten Mars, des kriegerischen – ist ein wertvoller Eisenlieferant.

Ich schwöre auf eine Brenneselkur im Frühling. Den Pflanzensaft liebe ich besonders, weil hier das Chlorophyll noch vollständig enthalten ist und weil die Einnahme so einfach ist, zwischendurch gibt´s auch Tee.

Bleiben Brennessel stehen, bilden sich Samen aus: ein richtiger Jungbrunnen.
Abrebeln, leicht rösten, auf´s Butterbrot streuen … köstlich.

Also, auf in den Garten zur Ernte (Handschuhe nicht vergessen! Wenn´s trotzdem brennt, ein Ampferblatt zerreiben und auflegen)

Eine Bitte: Wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt, laßt ein “wildes” Eck in Eurem Garten stehen, unzählige Schmetterlingsarten (wie das Tagpfauenauge, der Admiral oder der kleine Fuchs), Bienen und andere Nützlinge werden sich hier bald heimisch fühlen.

Alles Liebe

Eure Renate

 



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